Unsere Rebsorten

Ein kleiner Überblick:

Silvaner

Der Silvaner wurde erstmals 1659 in Unterfranken angepflanzt. Damals war die Traube als »Österreicher« bekannt – nach ihrem Herkunftsland. Mit einem Flächenanteil von mehr als 30% war der Silvaner in den 1970er Jahren die in Deutschland meistangebaute Rebsorte.
Standort und Bodenbeschaffenheit prägen den Charakter des Silvaners. Auf unseren fränkischen Böden entstehen feine, elegante Weine. An den Hängen des Schwanbergs gereifte Silvaner sind besonders für ihre Langlebigkeit bekannt. Allein aus der Gemarkung Iphofen wurden 2015 drei unserer Silvanerweine mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Die Silvanerrebe bringt bei guter Reife und bewusst gering gehaltenem Ertrag harmonische Weine mit feiner Säure und zarter Blume.

Unser Tipp: Kräftige Silvaner passen hervorragend zu Schweinefilet, leichte Silvaner zu Spargelgerichten.

Weißburgunder

Der Weißburgunder ist eine Mutation des Spätburgunders. Wie der Name schon verrät, bleiben die Beeren dieser Sorte während der Reifezeit hell. Meist sind diese Burgunderweine etwas kräftiger und fülliger als unsere anderen Weißweinsorten. Einen Teil des Weißburgunders bauen wir auch traditionell in Holzfässern aus. Dadurch erhält der Wein oftmals eine besondere Note.

Unser Tipp: Burgunder passen hervorragend zu Gerichten mit Rahmsoßen.

Grauburgunder

Der Grauburgunder ist wie der Weißburgunder eine Mutation des Spätburgunders. Während der Reifezeit verfärben sich die Beeren gräulich. Kennzeichnend für unsere Grauburgunder sind die etwas kräftigeren Weißweine. Grauburgunder sind meist fruchtiger als Weißburgunderweine. Auf unseren kalkhaltigen Böden fühlt sich diese Sorte sehr wohl.

Unser Tipp: Zu Grillgerichten macht diese Burgunderart eine gute Figur.

Riesling

Der König unter den weißen Rebsorten gedeiht bei uns fast ausschließlich am Julius-Echter-Berg, einigen Parzellen des Kronsbergs und des Rödelseer Küchenmeisters. Hier können die Rebe auf das Potential der besten Lagen Frankens zurückgreifen und ergeben einzigartige und langlebige Weine. Der Riesling ist eine alte Rebsorte, die schon seit mehreren Jahrhunderten angebaut wird. Besonderes Ansehen hat der deutsche Riesling auch im Ausland und findet dort immer größere Beliebtheit. Beim Genuss eines Rieslings umschmeicheln Aromen von Pfirsich, Aprikose und exotischen Früchten den Gaumen. Die Weine zeichnen sich durch eine feine lebendige Säure aus und passen wunderbar zu unseren heimischen Fischarten.

Unser Tipp: Waller aus dem Wurzelsud und ein Julius-Echter-Berg-Riesling aus unserem Hause!

Scheurebe

Die Scheurebe wurde vor gut 100 Jahren aus den Sorten Riesling x Bukettraube gezüchtet und gehört zu den Aromasorten. Schon lange bauen wir diese Sorte in der Lage Kronsberg an, unsere älteste Rebanlage ist 45 Jahre alt und bringt erstaunliche Weine hervor. Die Intensität des Aromas und ihre geschmackliche Ausrichtung ist häufig von dem Erntetermin abhängig. Für unsere trockenen Scheureben bevorzugen wir einen frühen Erntetermin, um die oftmals exotischen Fruchtaromen nicht allzu üppig ausfallen zu lassen. Für unsere feinherben Scheureben verbleiben die Trauben etwas länger im Weinberg – bis zur vollen Reife. Meist sind diese Weine sehr gehaltvoll und fruchtig.

Unser Tipp: Gerne werden diese Weine zur asiatischen Küche gereicht.

Bacchus

Die Rebsorte Bacchus ist eine Kreuzung aus Silvaner x Riesling x Müller-Thurgau und wurde 1933 am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof bei Landau gezüchtet. Unsere Bacchusweine sind oftmals sehr fruchtig, blumig und können gerne jung getrunken werden. Zu intensiv gewürzten Speisen macht der Bacchus eine besonders gute Figur.

Unser Tipp: Blumige Aromen und die Leichtigkeit unserer Bacchus-Weine machen ihn zu einem guten Begleiter auf der Terrasse an warmen Sommerabenden.

Rieslaner

Der Rieslaner wurde 1921 an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau in Veitshöchheim aus den Sorten Riesling x Silvaner gekreuzt. Aus der Rieslanertraube keltern wir meist sehr opulente und langlebige, oftmals auch edelsüße Weine.

Unser Tipp: Rieslanerweine aus unserer Kelterei eignen sich hervorragend als Aperitifwein und Begleiter für ein fruchtiges Dessert.

Müller-Thurgau

Der Müller-Thurgau wurde 1882 von Hermann Müller (später Müller-Thurgau) aus dem Schweizer Kanton Thurgau gezüchtet. Die Kreuzung aus den Sorten Riesling x Madeleine Royale trägt häufig auch das Synonym Rivaner - aus den fälschlich angegebenen Elternrebsorten Riesling und Silvaner. Oft erinnert er geschmacklich an Muskataromen. Bei bewusst gering gehaltenen Erträgen entstehen sehr intensive Weine, die häufig unterschätzt werden. Feine Muskataromen werden oftmals durch Aromen heimischer Früchte abgerundet.

Unser Tipp: Zu Sommersalaten und einer leichter Sommerküche ist ein Müller-Thurgau immer eine gute Wahl.

Gewürztraminer

Der Gewürztraminer ist eine alte Urrebsorte, dessen genaue Herkunft unbekannt ist. In Deutschland wurde um 1500 der Anbau dieser Rebsorte erstmals erwähnt. Weine aus dieser Traube besitzen meist ein intensives Bukett, das oft an Rosen und Litschi erinnert. Diese Sorte eignet sich hervorragend zu aromatischen Gerichten. Als fruchtsüßer Wein passt der Gewürztraminer auch zu einer Vielzahl von Desserts.

Unser Tipp: Eine besonders gute Kombination sind Gerichte, die mit Zimt und Nelke verfeinert wurden.

Gelber Muskateller

Der Gelbe Muskateller ist eine Urrebsorte, deren Ursprung in Griechenland liegt. Wie der Name schon verrät, zeichnen sich Weine dieser Sorte durch ein intensives Aroma, das an Muskat erinnert, aus. Geschmacklich orientiert sich der Gelbe Muskateller an den Aromen eines Traminers. Oftmals sind diese Weine nicht so schwer und eignen sich daher auch für die Sektherstellung. Unsere erste Anlage mit dieser Sorte wurde 2015 angeplanzt. Wir müssen uns daher noch ein paar Jahre gedulden, bis wir die ersten Trauben ernten dürfen.

Domina

Die Rebsorte Domina ist eine Kreuzung aus Portugieser x Spätburgunder. Sie wurde 1933 für das Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof bei Landau neu gezüchtet. Die Dominatraube wird nahezu ausschließlich in Franken angebaut. Sie ist die am häufigsten vorkommende rote Rebsorte in Franken. Weine dieser Sorte präsentieren sich oftmals gehaltvoller als ihre Elternpaare. In guten Jahren, bei Vollreife, entstehen Weine, die sehr schwer und üppig ausfallen. Weine dieser Sorte haben ein großes Reifepotential.

Unser Tipp: Wildschwein- und Gansgerichte harmonieren mit einer Domina ausgezeichnet.

Spätburgunder

Der Spätburgunder wird von den Winzern gerne als »Diva« bezeichnet. Weinbautechnisch ist diese Sorte sehr anspruchsvoll und fordert dem Winzer einiges an Können ab. Traditionell vergären wir diese Rotweine auf der Beerenschale, um sie anschließend in Barrique- und Holzfässern auszubauen. Typische Aromen dieser Sorte sind Johannisbeere und Sauerkirsche mit dezenten Röstaromen.

Unser Tipp: Als Begleiter zu Rehrücken und Gans eignen sich diese Weine hervorragend.

Frühburgunder

Bei der Frühburgundertraube handelt es sich auch um eine Mutation des Spätburgunders. Kennzeichnend für diese Sorte ist die frühe Reife. In manchen Jahren ernten wir diese Sorte bereits im August. Geschmacklich ähnelt der Frühburgunder dem Spätburgunder. Alljährlich bauen wir unsere Frühburgunder in Barriquefässern aus.

Unser Tipp: Zum Barbecue sind diese Burgunder bestens geeignet!

Dornfelder

Der Dornfelder entstand 1955 durch die Kreuzung der Sorten Helfensteiner x Heroldrebe an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg. Benannt wurde die Kreuzung nach dem Institutsgründer Immanuel Dornfeld. Farblich sticht der Wein besonders durch seine tiefdunkle, violette Farbe hervor. Geschmacklich ist der Dornfelder ein fruchtiger, harmonischer Wein.

Unser Tipp: Ein Allrounder, der hervorragend zu dunklem Fleisch und anderen herzhaften Gerichten passt.

Acolon

Der Acolon ist eine Neuzüchtung aus den Sorten Blaufränkische x Dornfelder, die 1971 an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg gekreuzt wurden. Optisch erinnern die Weine an einen Dornfelder, weisen aber meist mehr Substanz als der Dornfelder auf. Geschmacklich erinnert der Acolon oftmals an Sauerkirsche und eignet sich auch für die Einlagerung im Barriquefass.

Unser Tipp: Der Acolon ist ein idealer Wein zu Schmor- oder Sauerbraten vom Rind.

Schwarzriesling

Der Schwarzriesling, auch bekannt als Pinot Meunier, ist ein Mutant des Blauen Spätburgunders, der bereits im 16. Jahrhundert bekannt war. In der Champagne wird er neben Spätburgunder und Chardonney als Grundwein zur Champagnerherstellung angebaut. Weine aus der Schwarzrieslingtraube sind häufig leichter als solche aus anderen roten Traubensorten. Der Geschmack wird häufig durch eine Note von Johannisbeere geprägt. Einen Teil unserer Schwarzrieslingernte nutzen wir zur Schaumweinherstellung.

Unser Tipp: Ein toller Wein zur Wildente.

Cabernet Dorsa

Der Cabernet Dorsa wurde 1971 an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg vorgestellt. Der Cabernet Dorsa ist eine Neuzüchtung aus den Sorten Blaufränkische x Dornfelder. Die ursprünglichen Angaben der Züchter, es handle sich bei der Sorte um eine Kreuzung aus Dornfelder x Cabernet Sauvignon, wurden inzwischen durch eine DNA-Analyse widerlegt. Aus diesen Trauben ergeben sich tiefdunkle Weine, die oft als Cuvée-Partner verwendet werden. Typisch für einen reinsortigen Cabernet Dorsa ist die dezente Paprikanote.

Unser Tipp: Harmoniert sehr gut mit kräftigen Wildgerichten.